Geocaching rückwärts

erster_reverse_geocacheFalls ihr langsam müde werdet immer dem gleichen Prozedere zu folgen:

  1. Koordinaten des Caches heraussuchen,
  2. aufs Gerät laden,
  3. zu den Koordinaten laufen,
  4. Behälter suchen…

dann ist vielleicht Rückwärts-Geocachen etwas für Euch.

Das Prinzip ist schnell erklärt: Rückwärts-Cache suchen:

  1. Rückwärts Cache Behälter in die Hand nehmen (er ist elektronisch verschlossen)
  2. das Zielgebiet suchen (durch ein Rätsel möglicherweise angegeben)
  3. Behälter anschalten (am Display wird angezeigt wie weit das Ziel entfernt ist)
  4. 2. und 3. wiederholen bis der Ort gefunden wurden, dann öffnet die Kiste elektronisch, aber Achtung, ihr habt nur 50 Versuche!!!! Danach verschließt sich die Box für immer !!!!!!!!
  5. Loggen (es ist mindestens ein Logbuch in der Kiste), Freuen, fertig

Rückwärts-Cache verstecken:

Ihr braucht keinen Behälter verstecken, denn der Behälter muss ja nicht gefunden werden. Der Behälter wird von Geocacher zu Geocacher weitergegeben und funktioniert mit allerlei Elektronik. Es ist also eine Elektonik Spielerei und weniger eine klassische Spielvariante. Ihr könnt den Rückwärts-Cache auch an jemanden schicken (z.B. an euren Lieblings Blog -Autor oder Podcaster)

Ich habe selber noch keinen gebaut, finde die Idee aber klasse. Hier eine kleine Linksammlung für Interessierte:

Wenn ihr im Netz unter Reverse Geocache™ sucht, werdet ihr einiges finden.

Der Erfinder dieser elektronischen Spielerei ist Mikal Hart. Auf arduiniana.org ist die erste Box beschrieben, die er als Hochzeitsgeschenk 2008 gebaut hatte. Wer nicht das Original lesen will, kann auf plasteundplastik.de eine deutsche Beschreibung finden. Eine schönere Kiste habe ich übrigens sonst nirgends gefunden (siehe Artikel-Bild oben). Es gibt auch ein Video von Mikal Hart auf YouTube, in dem er erklärt, wie es funktioniert. Das Video wurde 2010 von Groundspeak gedreht. Offenbar nutzte Mikal Hart  seine Erfindung, um damit im Rahmen seinter bereits 1991 gegründeten Firma Sundial Geld zu verdienen. Heute gibt es eine weiterentwickelte Version namens Quest Box bei The Syndial Group  für schlappe $739,95 zu  kaufen. (Auf weiteren Unterseiten kann man auch die Elektronik separat bestellen, ist dann auch nicht so teuer. Für privaten Gebrauch kann man mittels der Anleitungen auf der Seite von Sundial auch eine eigene Box bauen.)

Die Seite durch die ich zuerst darauf aufmerksam wurde:

http://mad-science.wonderhowto.com

Ist eine Seite auf Englisch, hier findet man aber noch allerhand andere abgedrehte Bastelleien, die auch für Geocacher interessant sein könnten.

Es gibt auch kleinere Kisten, die sich vielleicht auch als besonderer Travelbug eignen würden. Allerdings müsste man sich damit abfinden, dass diese Box wohl irgendwann im Nirvana verscchwinden wird und dafür ist sie vielleicht doch zu aufwendig und teuer.

Deutsche Seiten findet man auch einige.

Zunächst sei die  Grünen Hölle genannt, hier kann man sicher auch Leute kontaktieren, die bereits einen Rückwärts Cache gebaut haben.

Erstes Projekt

Arduino und Geocaching – Erfahrungen

Die Elektronik-Bauteile sollte es z.B. bei Reichelt Elektronik geben.

Auf reindeer-geocaching habe ich einen wherigo Cache gefunden, für den eine  Reverse Puzzle Box benötigt wird. Dieser Cache ist auch auf Opencaching.de gelistet OCED85.

Lazybone hat eine eigene Kiste gebastelt und viel Zuspruch dafür bekommen.

Es gabe wohl auch mal einen Cachetyp, der Reverse Cache hieß. Damit war aber etwas anderes gemeint. Ohne jegliche Elektronik sollten einfach nur bestimmte Orte gesucht und geloggt werden. Groundspeak hat das ganze dann als eigene Platform waymarking.com von geocaching.com separiert.

Die erste Adresse für Elektronik beim Cachen: www.cachestation.de

Eine andere Spielerei mit einem Arduino Board (englisch): RFIDuino

Update 24.01.2014:

Noch eine Seite, die über einen Reverse Geocache berichtet: GPS Adventure Box.

Die eigentliche Seite ist gpsadventurebox.com. Dort gibt es eine Box bereits für $ 200  und ein Bastelset für $100. Offenbar werden aber auch Teile von Syndial bezogen.

Es gibt mittlerweile auch eine Anleitung bei Adafruit (dort gibt es alles für das Arduino Board) Die Komponenten, die dort zusammengestellt sind werde aber wohl auch insgesamt 100 Euro kosten.

 

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